Jugendwettbewerb 2025: Die Gewinner
Auch in diesem Jahr konnten Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 sowie Jugendfeuerwehren an unserem Jugendwettbewerb „120 Sekunden, um zu überleben“ teilnehmen. Rund 630 Jugendliche aus ganz Deutschland beteiligten sich mit insgesamt 35 Projekten. Die eingereichten Beiträge waren besonders vielfältig und kreativ: Von Videos über Flyer und Lieder bis hin zu Quizzen war alles vertreten.
Über die Gewinner entschied eine prominent besetzte Jury, der Andreas Friese (Vorsitzender des Forum Brandrauchprävention e. V.), Hermann Schreck (Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes), Frieder Kircher (Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses für Brandschutzerziehung und -aufklärung), Andreas Walburg (Pressesprecher des Landesinnungsverbandes für das Schornsteinfegerhandwerk Niedersachsen) sowie Stefan Weber (Hauptabteilungsleiter FAS, Risk Engineering der Provinzial Versicherung) angehörten.
Die Integrierte Gesamtschule „IGS Kastellstraße“ wird mit dem ersten Platz ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Den zweiten Platz belegt die Jugendfeuerwehr Dornstetten, die sich über 2.000 Euro freuen kann. Platz drei geht an die Berufsbildende Schule für Technik 2, die mit 1.000 Euro prämiert wird. In diesem Jahr wird das St.-Theresien-Gymnasium mit dem Jurypreis für eine herausragende Leistung ausgezeichnet, und gewinnt somit ein Preisgeld in höhe von 2.000 Euro.
Das Preisgeld wird vom Verband Öffentlicher Versicherer gestiftet.
Video: Nachrichten brandaktuell
1. Platz: Integrierte Gesamtschule "IGS Kastellstraße" in Wiesbaden
Der IGSK Filmclub der IGS Kastellstraße reichte das Video Projekt „Nachrichten Bandaktuell“ ein. Der Club besteht aus Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8 bis 10 und umfasst insgesamt 15 Teilnehmende.
„Wir sind Schüler:innen einer Integrierten Gesamtschule in Wiesbaden und haben alle großes Interesse am Filmemachen“, heißt es in der Vorstellung des Teams. Einige der Jugendlichen schreiben gerne Geschichten, andere stehen lieber vor der Kamera oder arbeiten hinter den Kulissen. „Jeder spielt dabei eine wichtige Rolle“, betonen sie, wobei es keine Noten gibt und sich alle nach ihren eigenen Stärken einbringen können.
Zu Beginn ihres Projekts recherchierte die Gruppe umfassend im Internet, sichtete Videos und Materialien und diskutierte die Inhalte gemeinsam. Ein Mitglied der AG, das selbst in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, berichtete von seinen Einsätzen und Erfahrungen und brachte so wertvolle Einblicke ein. „Wir fanden das Thema wirklich wichtig für Jugendliche, denn die Gefahr war uns selbst nicht so bewusst.“
Darauf aufbauend entwickelten die Jugendlichen die Idee, einen unterhaltsamen, aber zugleich aufklärenden Film zu gestalten. „Mit passenden Themen und Anspielungen, die Jugendliche verstehen“, entstand die Story. Dabei flossen auch persönliche Erfahrungen mit gefährlichen Situationen in dos Drehbuch ein.
Die Umsetzung stellte das Team vor einige Herausforderungen: Krankheitstage, Neubesetzungen von Rollen und ein aufwendiger Schnittprozess verlangten viel Flexibilität und Einsatz. „Am Ende hat alles geklappt, weil wir gut zusammengehalten haben und immer jemand eingesprungen ist.“
Das Video präsentierte die Film AG der gesamten Schule. Sie waren „sehr gespannt auf die Reaktionen.“

Video und Umfrage: Was tun wenn's brennt? Verhältst du dich richtig?
2. Platz: Jugendfeuerwehr Dornstetten
Die Jugendfeuerwehr Dornstetten besteht aus Jugendlichen im Alter von 9 bis 18 Jahren und umfasst aktuell 38 Jugendliche. Am Wettbewerb nam das Team „Dornstetten’s NEXT_GEN Firefighters“ mit 12 Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren teil.
„Wir sind ein lustiger Haufen“, heißt es aus der Gruppe. Die Jugendlichen verbringen viel Zeit miteinander, „bringen sich gegenseitig zum Lachen“ und lernen gleichzeitig von ihren Jugendleitern. „Wenn wir wirklich aufpassen, lernen wir viel von unseren Jugendleitern“.
Im Projekt stand das Thema Verhalten im Brandfall im Mittelpunkt. „Was tun, wenn’s brennt? Verhältst du dich richtig?“ wurde dabei zur zentralen Leitfrage.
Ein wichtiger Bestandteil der Übungen bei der Jugendfeuerwehr ist das richtige Verhalten im Ernstfall. „Ruhig bleiben“, den Notruf korrekt wählen und „am Einsatzort bleiben und die Feuerwehr einweisen“ gehören zu den grundlegenden Verhaltensregeln, die die Jugendlichen erlernen.
Zusätzlich wurden Experimente durchgeführt, um das Verhalten von Feuer besser zu verstehen. Dabei lernten die Jugendlichen unter anderem, wie man ein Feuer „sogar ohne Wasser löschen“ kann. Ein besonderes Highlight war für die Gruppe die „Fettexplosion“.
Darauf aufbauend entwickelte die Jugendfeuerwehr eine Umfrage, um das Wissen der Bevölkerung zu testen. „Wir wollten herausfinden, was richtig und was falsch gemacht wird.“ Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die Teilnehmenden direkt nach jeder Antwort eine Erklärung erhalten. „Die richtigen Antworten und ein Erklärungstext“ sollten dabei sofort sichtbar sein.
Bisher haben etwa 330 Personen andem Quiz teilgenommen. Das Quiz ist weiterhin zugänglich. „Auf Grundlage der Umfrageergebnisse haben wir ein eigenes Drehbuch erstellt.“
Abschließend wurde das entstandene Video aktiv verbreitet. „Wir haben unser Video an unsere Schulen geschickt, damit es dort geteilt wird.“ Außerdem soll es über Social Media, WhatsApp und QR-Codes im Amtsblatt weitergegeben werden. Zusätzlich plant die Gruppe, „den Kreisbrandmeister zu bitten, das Video an alle Feuerwehrleute im Landkreis weiterzuleiten.“

Video und Quiz: Brandschutz spielerisch lernen - 120Sekunden-Quiz
3. Platz: Berufsbildende Schule "BBS Technik 2" in Ludwigshafen
Die Berufsfachschule „BBS Technik 2“ reichte ihr Projekt „Brandschutz spielerisch lernen – 120Sekunden-Quiz“ ein. Die Klasse besteht aus 25 Schüler*innen der Klassenstufe 9 in den Bildungsgängen BF1Fa und BF1Med, die unter dem Teamnamen 1 Farbe+Medien antraten.
Im Projekt stand das Thema Brandschutz im Mittelpunkt. Ziel war es, „Brandschutz spielerisch zu lernen“ und Wissen kompakt in einem „120Sekunden-Quiz“ zu vermitteln.
Zu Beginn der Arbeit lag der Fokus auf dem Forschen. „Es wurden PowerPoints erarbeitet“, um sich intensiv mit den 120-Sekunden-Informationen auseinanderzusetzen. Zusätzlich erhielten die Klassen im November bei der Feuerwehr Speyer viele praktische Einblicke. Auch der Physiklehrer, der selbst bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, brachte „Brandschutz-Experimente und Inhalte“ in den Unterricht ein. Am Ende dieser Phase entstand der Wunsch, das Wissen zusätzlich spielerisch durch ein Quiz zu vertiefen.
Darauf aufbauend folgte die kreative Umsetzung. Für das 120-Sekunden-Quiz wurden „ein Quiz-Logo, viele Zeichnungen, Fotocollagen, Legefilme, Quizkarten, Feuer-Gesichtsmasken und ein Quizspielfeld“ gestaltet. Anschließend wurde aus diesem Material gemeinsam mit Filmsequenzen und Tonaufnahmen das finale „120sek-Video“ geschnitten.
Im letzten Schritt stand das Teilen im Vordergrund. „Um vielen Leuten Lust auf ein 120Sekunden-Quiz zu machen“, wurde ein QR-Code erstellt, der zu dem Video auf YouTube führt. „Den QR-Code zum Online-Quizspiel Video verteilen wir über unseren Instagramm-Schulkanal und per Email“, mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu erreichen. Die Gruppe hofft, dass das Quiz später auch als interaktive Online-Version weiter genutzt wird.

Musikvideo und Infoveranstaltungen: "Omi und Opi, passt gut auf Euch auf!"
Sonderpreis: Mädchengymnasium "St.-Theresien-Gymnasium Schönenberg" in Ruppichteroth
Die Klasse 9. Klassenstufe des St.-Theresien-Gymnasium Schönenberg, bestehend aus 13 Schülerinnen reichte ihr Projekt im Bereich Brandschutz unter dem Motto „Omi und Opi, passt gut auf Euch auf!“ ein. Unter dem Namen ‚Die Sirenen vom STG‘ kreieren sie ein tolles Lied das zur Aufklärung der Senioren diente.
„Unsere Schule ist ein kleines privates Gymnasium mit angeschlossenem Internat in Ruppichteroth-Schönenberg“, heißt es in der Vorstellung. Die Jugendlichen kommen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Spanien. „Unsere Klassenleiterin ist Brandschutzbeauftragte an der Schule“, und für den Wettbewerb hat sich die Gruppe „besonders die Generation unserer Großeltern zu Herzen genommen.“
Im ersten Schritt des Projekts stand das Forschen im Mittelpunkt. „Zunächst sahen wir uns die Videos im Materialpool des Wettbewerbs an.“ Zusätzlich nahmen die Schülerinnen an einem Seniorentreffen zum Thema teil. „Eine Vertreterin der lokalen Feuerwehr kam mit einem dicken Info-Ordner“, und außerdem wurden „eine Menge Flyer bei Rauchmelder-retten-Leben“ bestellt.
Darauf aufbauend begann die gestalterische Umsetzung. Die Gruppe erkannte die wichtigsten Schwachpunkte und entwickelte eigene Lösungen. „Wir begannen feuerfeste Unterlagen und ‚Handyladestationen‘ zum Verteilen herzustellen.“ Außerdem wurden Informationsveranstaltungen organisiert.
Ein kreativer Bestandteil des Projekts war die Entwicklung eines eigenen Songs. „Wir schrieben einen Song, zu dem eigens eine Musik geschrieben wurde.“ Ergänzend wurden „kleine Filmchen in der Nachbarschaft“ gedreht, die anschließend zu einem Video zusammengeschnitten wurden.
Im letzten Schritt lag der Fokus auf dem Teilen der Inhalte. „Während der gesamten Wettbewerbszeit teilten wir das, was wir gelernt hatten, immer wieder mit anderen.“ Dazu gehörten ein Informationstag an der Schule, Info-Stände nach dem Gottesdienst sowie Besuche bei Seniorentreffen. Besonders hervorgehoben das veröffentlichte Video, über dessen „Erfolg wir uns schon nach einem Tag sehr freuen konnten.“
